Geschichte und Tradition des Fondue

Das Käsefondue besteht aus geschmolzenem Käse, Wein, Gewürzen und wird abgeschmeckt mit einem „“Wässerle“ (meist Kirsch), Knoblauch und Pfeffer. Aus verschiedenen Regionen der Schweiz werden unterschiedliche Käsefondues mit regionalen Käsesorten zubereitet. Das berühmteste ist das königliche Moitié-Motié, so genannt, weil es aus halb Gruyère und halb Vacherin-Käse besteht. Die Kunst dabei ist es, verschiedene Sorten Gruyère-Käse (bis zu drei Sorten) mit 2 bis 4 Sorten Vacherin-Käse zu mischen, so dass diese Mischung sowohl beim Geschmack wie auch bei der Konsistenz ihre Vollwertigkeit erhält.

Table CaquelonDas Ganze wird in einem speziellen Topf aus Keramik oder Gusseisen, genannt Caquelon, über einem kleinen Feuer, dem Rechaud, heiß gehalten.

Die Teilnehmer stecken Brotstückchen oder gekochte Kartoffeln auf eine lange Gabel, halten diese in den flüssigen Käse und führen kreisende Bewegungen aus. Dabei gilt es, bei jedem Eintauchen mindestens eine „Acht“ zu rühren, damit der Käse nicht zu sehr anbrennt.
Dennoch wird sich am Boden des Caquelon eine feste Schicht bilden, die mancher Kenner als das Beste am Fondue bezeichnet.

Unser Tipp: Trinken Sie zum Käsefondue Weißwein und/oder Schwarztee. Das passt nicht nur sehr gut zum Käse, sonder ist auch gut für den Magen. Selbstverständlich können Sie das Fondue auch mit Wein oder Schnaps selbst verfeinern.

Die Tradition – Ein Hinweis für alle „Fondue-Anfänger“:
Wer sein Brot verliert, muss eine „Runde“ ausgeben oder aufstehen und ein Lied singen. Es empfiehlt sich also, sich vor Beginn des Mahls danach zu erkundigen, welche Brauch in der aktuellen Runde zelebriert wird.

Die Geschichte des Fondue reicht zurück bis in’s Mittelalter:
Die Sennen in den Alpen war oft von der Umweltwelt abgeschnitten. Die Grundnahrungsmittel, welche sie selbst produzieren konnten, waren Brot und Käse. Der Weg zum Fondue war somit nur ein kleiner Schritt.
Die genaue Herkunft des Käsefondue ist unklar. Sowohl die Schweiz, als auch die Savoyen in Frankreich erheben Anspruch darauf, auf den Ursprung des Fondues begründet zu haben.

Das Käsefondue als Schweizer Nationalgericht gibt es erst seit den 1950er Jahren. Mit der Aufnahme als weiteres Gericht in die Armeekochbücher wurde das Gericht erst richtig in der ganzen Schweiz bekannt. Die Wehrmänner brachten das Rezept aus dem Militärdienst in die Familien. Bis heute ist das Fondue-Kochen in vielen Haushalten reine Männersache.

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